Alles zur WiFi SD Karte

Wifi-SD-Karten gibt es schon seit fast 10 Jahren – die Verbreitung und die Bekanntheit war anfangs aber sehr sehr niedrig. Auch heute erscheinen die meisten neuen Kameras direkt mit WLAN/WiFi ab Werk. Dennoch gibt es einige Anwendungsfälle, in denen die Verwendung einer WiFi-SD-Karte äußerst sinnvoll ist. Diese Seite soll Ihnen dabei helfen, offene Fragen zu klären und Ihnen hilfreiche Tipps und Entscheidungshilfen für den Kauf einer WiFi-SD-Karte an die Hand zu geben.

Zu folgenden Themen rund um die WiFi-SD-Karte springen:

  • Anwendungsfälle: Wozu braucht man eine Wireless SD-Karte?
  • Worauf muss ich beim Kauf achten?
  • Welche Hersteller gibt es?
  • Welche WiFi-SD-Karte brauche ich?
  • Wie richte ich die WiFi-SD-Karte korrekt ein?

oder einfach weiterlesen😉

 

Anwendungsfälle: Wozu braucht man eine Wireless SD-Karte?

Auch im Zeitalter der serienmäßig verbauten WiFi-Chips in Kameras sind WiFi-SD-Karten nützlich. Auf verschiedene Anwendungsbeispiele möchten wir im Folgenden eingehen.

Wifi/WLAN nachrüsten – „alte Kameras“

Viele, der etwas älteren Kameramodelle, vor allem von digitalen Spiegelreflex-Kameras (DSLR) haben keine WLAN-Funktion on board. Wer mit seiner Kamera gut zurechtkommt und sie liebgewonnen hat, wird aber nur wegen fehlenden WLANs nicht einfach eine neue Kamera kaufen und umsteigen wollen. Trotzdem muss man nicht auf die praktische Funktionalität verzichten, sondern kann WLAN mit dem Kauf einer WiFi-SD-Karte nachrüsten. So eine SD-Karte kostet zwar mehr als eine normale, ist aber immer noch viel günstiger als eine neue Kamera und man kann sie natürlich in verschiedenen Geräten verwenden. Dank WiFi lassen sich die Bilder bspw. direkt nach der Aufnahme auf den PC, das Notebook oder Smartphone übertragen, um es dort zu begutachten. Mit etwas Kenntnis von Netzwerkeinrichtung und etwas Lust zu basteln, lassen sich hier echt superpraktische Workflows bauen (z.B. kann Lightroom so eingerichtet werden, dass es direkt den Ordner auf der SD-Karte überwacht und bei neuen Files/Bildern bestimmte Aktionen durchführt.).

Wer im Urlaub oder einfach länger unterwegs ist und Bilder von der Kamera sichern möchte, ist mit einer WiFi-Karte gut beraten, wenn WLAN nicht schon dabei ist. Vor allem, wenn man kein Notebook dabei hat, man die Bilder aber bspw. von der SD-Karte kopieren möchte, um wieder Platz für neue Fotos auf der SD-Karte freizugeben, muss man entweder mit speziellen USB-Adapter-Kabeln arbeiten oder eben eine WiFi-SD-Karte verwenden. So bekommt man alles ruckzuck aufs Smartphone oder Tablet (bspw. iPad).

Der moderne Reisende lädt ja sowieso gleich alles irgendwo hoch, damit die Bilder auch in Sicherheit sind, wenn die Kamera oder die SD-Karte kaputtgeht, man sie verliert oder man beklaut wird. Ist alles schon vorgekommen und jeder, der seinen Urlaubsbildern schon Mal hinterhergeweint hat, würde gerne die Zeit zurückdrehen und die Bilder irgendwie retten. Und genau da unterstützen einen viele Apps auf dem Smartphone, die die Bilder von der SD-Karte direkt in die Dropbox, das eigene NAS oder andere Services hochlädt. Das beruhigt die Nerven am Ende eines langen Backpacking-Trips, wenn man viele volle SD-Karten im Gepäck hat und andauernd Angst hat, ihnen könnte etwas passieren (bspw. bei Bootsfahrten, Ausflügen, tropischen Regenergüssen, etc.). Auch der Post der tollsten Schnappschüsse auf Facebook, Instagram und co. ist mit der WLAN-Karte kein Problem mehr. Der unkomfortable Umweg über Notebook oder PC entfällt.

WiFi bei Action-Cam nachrüsten

Auch bei den voll im Trend liegenden Action-Cams ist WiFi/WLAN noch nicht immer mit an Bord. Teilweise sind die Preisunterschiede der Varianten mit und ohne so groß, dass man sich denkt: „Ach, WLAN brauche ich doch eh nicht.“ Später merkt man dann aber vielleicht doch, dass es eigentlich ganz praktisch und hilfreich wäre.

Mit den WiFi-SD-Karten lässt sich auch dieses Problem lösen, wenn man auf eine schnelle Karte setzt. So kann man dann wunderbar einfach auf die Daten seiner GoPro Hero, Sony HDR-AS100v, Qumox oder Rollei-Cam mit WLAN-ausstatten, bzw. zumindest per WLAN auf die Daten zugreifen.

 

SD-Karten komfortabel beschreiben

Der Weg funktioniert natürlich auch andersherum, d.h. es gibt nicht nur Anwendungsbeispiele, bei denen man lesend auf die WiFi-SD-Karte zugreifen möchte, sondern bei denen man SD-Karten beschreiben möchte.

Die SD-Karte des digitalen Bilderrahmens

Ein digitaler Bilderrahmen möchte stets aktuell gehalten werden und mit den neusten Bildern versorgt werden. Viele Bilderrahmen werden bestimmt deshalb nicht aktualisiert, weil es deren Besitzer zu umständlich ist, die SD-Karte aus dem Bilderrahmen zu holen, den PC anzuwerfen, die SD-Karte in den SD-Slot zu packen und dann die Bilder rüber zu kopieren. Na gut, vielleicht etwas überspitzt, aber wenn man per WiFi alles an Ort und Stelle lassen kann, ist das Update natürlich komfortabler.

SD-Karte in einem Raspberry-Pi beschreiben

Die meisten Raspberry Pis hängen bestimmt schon in einem WiFi-Netzwerk und können darüber verwaltet werden. Es gibt aber vielleicht auch Anwendungsfälle, in denen der Pi nicht in einem Netz hängt, man aber trotzdem bequem auf die Daten auf der SD-Karte (der Raspberry Pi verwendet eine SD-Karte als „Festplatte“) zugreifen möchte. Das geht dann wunderbar mit einer WiFi-SD-Karte, die selbst ein Netzwerk eröffnet, über das der Zugriff dann möglich ist. Achtung: Der Pi kann sich über eine solche Karte nicht in ein WLAN-Netz einwählen und darüber dann ins Internet! Soll der Mini-Rechner ins Internet oder in das „richtige“ Heimnetz, wird (bei den älteren Versionen) ein USB-WiFi-Dongle benötigt.

Zusammengefasst ist eine WiFi-SD-Karte immer dann sinnvoll, wenn man die Karte nicht einfach ein-/ausbauen kann oder möchte, man aber trotzdem an die Daten muss.

Worauf muss ich beim Kauf einer WiFi-SD-Karte achten?

Wie bei allem gibt es auch hier einige Faktoren, die berücksichtigt werden müssen. Bei der Auswahl der richtigen SD-Karte mit WLAN spielt bspw. eine Rolle, ob man hauptsächlich lesend darauf zugreifen möchte, ob man vom Smartphone oder Tablet einfach nur die Bilder rüberziehen möchte, welches Betriebssystem diese Geräte haben, d.h. Android oder iOS? Von diesen und anderen Rahmenbedingungen hängt die Wahl der idealen WLAN-Karte ab.